Die Vorgeschichte

Johannes Iversen (31. März 1865 bis 23. Februar 1941)

Johannes Iversen wurde in Sachsen-Anhalt geboren und arbeitete dort zunächst als Metzgergeselle. Weil ihm damals die Texte in der Fleischer-Fachzeitschrift nicht gefielen, tat er sich mit Verbesserungsvorschlägen insbesondere zu Anzeigentexten hervor.

Das fiel in der Branche auf – und es hat gefallen. So machte er sich als Texter und Werbeberater selbständig – als einer der ersten Quereinsteiger in die Werbung! Zunächst ging er nach Berlin, später ließ er sich im Allgäu nieder.

Typisch Iversen – immer eine besondere Idee

1914 ging er als Freiwilliger in den ersten Weltkrieg und bekam schon bald – wohl aufgrund seines Rufes – ein Telegramm des Außenministeriums: Darin rief man ihn nach Berlin, damit er auf dem Balkan die Gegenpropaganda gegen England übernehme. Als er sah, mit welcher Macht die Engländer gegen Deutschland agierten, hatte er eine geniale Idee: Er kaufte – zu Höchstpreisen, versteht sich – die gesamte Druckerschwärze auf dem Balkan auf!

Der Initiator des Fernschulstarts

Ludwig Roselius, Kommerzialrat, Gründer und Inhaber der Kaffee Haag AG, bewegte Johannes Iversen, den er als hervorragenden Texter für seinen Kaffee schätzte, 1918 zur Gründung eines Fernunterrichts. Roselius war überzeugt, dass es durch die vorausgegangenen Kriegsjahre dringend notwendig sei, Nachwuchsleute für Vertrieb und Werbung aus- und weiterzubilden. 1919 im Frühjahr entwarf daher Johannes Iversen die ersten „Lehrbücher“, die er mit Roselius abstimmte. Er setzte sich mit seinem „Deutschen Werbe-Unterricht“ sehr erfolgreich gegen seinen damaligen Mitbewerber Dr. Friedländer durch, der sich an englische Vorlagen hielt und damit scheiterte, wohl auch, weil es ihm an der Werbepraxis mangelte.

Das erste von zwölf Lehrheften 1919.

Johannes Iversen ging es vor allem darum, die Teilnehmer im Texten auszubilden, weil er den Werbetext als wichtigstes Thema ansah. Er konnte das umso besser, als er seit Jahr und Tag als der Werbetexter Deutschlands galt. Seine Schwerpunkte waren gekonnte Markenartikel- und Versandhandelswerbung.

Es galt damals überall als besondere Empfehlung, erfolgreiche/r Iversen-Absolvent/in zu sein und daran hat sich bis heute nichts geändert..

 

 

 

 

Die zweite Blüte

Lehrheft 1 - 1960

Nach dem Tod von Johannes Iversen 1941 führte dessen Frau zunächst den Lehrgang weiter. Von ihr übernahm Herr Hauk in den Fünfziger Jahren das Institut.

Nach einem Intermezzo beim Holzmann-Verlag gelangten Institut und Lehrgang schließlich 1960 zu Helmut Rüdinger, der den Kurs von Grund auf an die neuen Entwicklungen in der Werbung anpasste und den Lehrgang „Werbesachbearbeiter/in DWU“ einführte. Unter seiner Regie wurden beide Kurse von der neu entstandenen Zentralstelle für Fernunterricht 1979 und 1983 erstmals geprüft und zugelassen.


Helmut Rüdinger leitete den Deutschen Werbe-Unterricht sehr erfolgreich von 1960 bis 2002. Er war einer der letzten Schüler, der den Lehrgang noch beim Altmeister Johannes Iversen selbst absolvierte und verdankt – wie er selbst immer wieder betont – seinen Aufstieg vom Industriekaufmann über den Werbeberater zum Werbeleiter und Marketingberater dem Iversen-Fernunterricht.


Alles beim alten und doch alles neu ...

Gabriele Baron

Nachdem sich Helmut Rüdinger zur Ruhe esetzt hat, hat Gabriele Baron Ende 2002 das Iversen-Institut übernommen. Wie ihre großen Vorgänger legt sie besonderen Wert auf gute Texte. Schließlich arbeitet sie seit mehr als zwanzig Jahren erfolgreich als Texterin. Sie hat die Lehrhefte um neue Themen wie die neuen Medien erweitert, grundlegend aktualisiert und die Gestaltung weiterentwickelt.

Der Methode, die Johannes Iversen eingeführt hat, ist sie treu geblieben: Lernen durch Praxis ist auch nach ihren Erfahrungen immer noch am wirkungsvollsten. So arbeiten bereits Generationen von Fernschülern nach der bewährten Iversen-Methode, bei der die ausführlichen und individuellen Korrekturen der eingeschickten Aufgaben eine wichtige Rolle übernehmen.

Lehrheft 1 - 2003

Von Anfang an konnten die Lehrgangsteilnehmer auf eine sehr persönliche Betreuung zählen. Das gilt heute noch genauso. Sicher auch ein Grund, warum sich die Teilnehmer-Urteile von heute nur in der Formulierung von den damaligen unterscheiden, nicht aber im Inhalt. Und sicher auch ein Grund, warum Iversen-Absolventen immer noch gefragte Mitarbeiter sind.